Mehr als 2 Millionen Kinder allein in Afghanistan und Millionen von weiteren Kindern weltweit sind von Unterernährung bedroht – sie brauchen unsere Hilfe!
Mehr als 18 Millionen Afghaninnen und Afghanen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, mehr als 2 Millionen Kinder sind von Unterernährung bedroht. Sie brauchen dringend Nahrung, Trinkwasser, Unterkunft, Zugang zu medizinischer Versorgung und Schutz vor Gewalt. Lebensmittel sind wegen der Dürre teuer und zu knapp, und die Corona-Pandemie hat zusätzliche Hindernisse für den Broterwerb geschaffen. 400'000 Menschen sind Binnenflüchtlinge, die seit Anfang des Jahres durch Kämpfe aus ihren Heimatorten vertrieben worden sind – im Umfeld der Städte leben bereits sehr viele Binnenflüchtlinge, die Hilfe zum Überleben benötigen.
World Vision engagiert sich seit 2001 in Afghanistan mit Programmen zu Ernährungs- und Einkommenssicherheit, Gesundheit, sanitärer Versorgung, Bildung und Kinderschutz. Die Spenden werden grundsätzlich direkt für Massnahmen in den Projekten ausgegeben und kommen so direkt den Bedürftigen und den Kindern zugute. Falls aus irgendeinem Grund die Notwendigkeit dafür bestehen sollte, werden Spenden auch für Kindheitsretter-Programme in anderen Ländern eingesetzt.
Wirtschaftliche Not durch Covid-19, Konflikte und Dürreperioden haben das Elend verstärkt. Die jüngsten Entwicklungen im Land kommen nun zu einer Vielzahl bestehender Krisen und Konflikte hinzu. Lebensmittel sind jetzt um vieles teurer geworden, die Währung hat an Wert verloren: Viele Afghaninnen und Afghanen können sich keine Lebensmittel mehr leisten. Und Afghanistans Mädchen und Jungen sind mehr denn je von Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung bedroht.
Um eine beispiellose humanitäre Katastrophe zu verhindern und Kinder zu schützen, brauchen die Menschen in Afghanistan in den kommenden Wochen und Monaten unsere Unterstützung.
Unsere Projektarbeit bis anhin:
World Vision engagiert sich seit 2001 in Afghanistan mit Programmen zu Kinderschutz, Bildung, Gesundheit, Ernährungs- und Einkommenssicherheit sowie sanitärer Versorgung. Seit letztem Jahr unterstützt World Vision Schweiz ein Mehrjahresprojekt für besonders gefährdete Mädchen und Jungen in der Stadt Herat. Um sowohl die unmittelbaren als auch die langfristigen Bedürfnisse gefährdeter Frauen, Mädchen, Jungen und Männer zu erfüllen, setzt World Vision den Fragile Context Programme Approach ein, um in drei Stadtvierteln von Herat, Afghanistan, dauerhafte und nachhaltige Hilfe zu leisten. In einem Covid-19-Kontext bietet das Projekt in erster Linie Aktivitäten, die das Überleben der Haushalte sichern, einschliesslich des Zugangs zu einer hochwertigen Gesundheitsversorgung, sowie die Identifizierung und Bewältigung von Fragen des Kinderschutzes. Um sicherzustellen, dass die Haushalte und Gemeinden in der Lage sind, sich anzupassen und die Kinder weiterhin eine Ausbildung erhalten können, bietet das Projekt Berufsausbildungen an und verbessert die Wasserversorgung und die sanitären Einrichtungen in den Schulen. Im Laufe des vergangenen Jahrs wurden mehr als 23'000 Menschen unterstützt. Seit Anfang August sind diese Projektaktivitäten jedoch aufgrund der anhaltenden Konflikte und Unsicherheiten grösstenteils unterbrochen. Lebensnotwendige Dienste und Aktivitäten konnten jedoch anfangs September wieder aufgenommen werden (siehe nächste Frage). Weitere Projektarbeiten werden baldmöglichst und in Anbetracht der Umstände wieder gestartet.
World Vision Afghanistan hat am 5. September 2021 – nach wochenlanger Unterbrechung – seine Arbeit teilweise wieder aufgenommen und mobile Gesundheits- und Ernährungsmassnahmen im Westen Afghanistan aufgebaut, um unterernährte Kinder zu versorgen und dringende Gesundheitsprobleme zu behandeln. Insgesamt sind zurzeit sechs mobile Gesundheitsteams in Aktion.
Die mobilen Kliniken dienen Kinder, Frauen und Männern mit gesundheitlichen Problemen als erste Anlaufstelle, die eine sofortige, als auch weitergehende Behandlung erfordern können. Das mobile Gesundheitsteam betreut Familien, die durch den Konflikt oder wegen der langanhaltenden Dürre aus anderen Teilen Westafghanistans vertrieben wurden, und die gefährdeten Gemeinden, die sie aufnehmen.
In drei der vier Provinzen, in denen World Vision humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe leistet, sind die Büros nun wieder geöffnet (Stand 5.10.2021). Damit wurde sichergestellt, dass sowohl männliche als auch weibliche humanitäre Mitarbeiter sicher arbeiten können und dass Frauen und Männer, Mädchen und Jungen ohne Diskriminierung von den Hilfsmassnahmen profitieren.
Die Sicherheit aller Mitarbeitenden hat für die World Vision oberste Priorität. World Vision Afghanistan hat Massnahmen ergriffen, um die Sicherheit des Personals zu gewährleisten, überwacht die Situation im Land ständig und passt ihre Aktivitäten bei Bedarf entsprechend an.
Die Förderung und Inklusion von Mädchen und Frauen ist wichtig und sieht World Vision als unbedingt nötig für eine nachhaltige Entwicklung eines Landes, was sich auch in der Projektarbeit widerspiegelt.
World Vision hat – auch aus anderen Kontexten – Erfahrung darin, in Gebieten zu arbeiten, die von nicht-staatlichen bewaffneten Gruppen kontrolliert werden. Sowohl unsere Mitarbeitenden als auch unsere Partner müssen dennoch in einem zugänglichen und sicheren Umfeld arbeiten können. Die Spenden, die wir für Projekte in Afghanistan und auch andere Länder erhalten, werden grundsätzlich direkt für Massnahmen in den Projekten ausgegeben und kommen so direkt den Bedürftigen und den Kindern zugute.
Millionen von Kindern leben in einem Umfeld von Konflikten, Katastrophen, politischen Unruhen und anhaltender Instabilität. An diesen gefährlichen Orten sind Kinder anfällig Opfer von Gewalt, Armut, Missbrauch und Ausbeutung zu werden. Um sicherzustellen, dass diese Kinder geschützt werden können, hat World Vision Kindheitsretter-Projekte entwickelt. Es handelt sich dabei um spezifische Projekte, die den sich schnell verändernden Umständen entsprechend angepasst werden können.
Die Projekte laufen in verschieden Ländern wo die Not am grössten ist (nebst Afghanistan aktuell auch in der Demokratischen Republik Kongo und in Honduras). Dort werden auf dringende und neue Bedürfnisse mit lebensrettenden Massnahmen und Programmen zur Krisenbewältigung reagiert. Wir helfen, eine Zukunft für gefährdete Kinder aufzubauen